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Geschichte Medienpädagogik |
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Geschrieben von Christof Burtscher/Köll Patricia
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Seite 1 von 4 1. Mensch Medien
Anfänge
Die
frühe Geschichte der Medien lässt sich grob in drei Phasen einteilen.
In der Urperiode von den kulturellen Anfängen um ca. 40.000 bis zur
Blütezeit der ersten Hochkulturen ca. 2.500 vor unserer Zeitrechnung
stand zuerst einmal der Umschwung vom Matriarchat zum Patriarchat im
Mittelpunkt. Demnach fungierte die Frau also als erstes Mensch-Medium
unserer Geschichte. Sie stand als mütterliche Führerin den damaligen
Horden vor und wurde zugleich kultisch als Göttin verehrt. Im Gegensatz
dazu entwickelten sich die patriarchalischen Opferrituale. Diese können
getrost als erstes Herrschafts- und Unterdrückungsmedien bezeichnet
werden. Nebenbei waren sie auch die ersten Unterhaltungsmedien im
eigentlichen Sinne. Neben dem verbindenden Mensch-Medium "Priester"
kamen dabei auch noch Menschmedien wie der Tanz, Gestaltungsmedien wie
der Obelisk und die Skulptur, oder Schreibmedien wie die Wand zum
Vorschein.
Ausdifferenzierung Die zweite
Phase der frühgeschichtlichen Entwicklung von ca. 2.500 bis etwa 800
unserer Zeitrechnung war geprägt von einer funktionalen
Ausdifferenzierung einzelner Medien. So wurde aus dem Priester zum
Beispiel der Schamane, der Zauberer, Medizinmann, Prophet oder Seher.
Der Sänger entwickelte sich zum Aoiden oder zum Rhapsoden und nicht
zuletzt zum Lehrer, attischen Sophisten oder forensischen Rhetoriker.
Die Entwicklung von Kultmedien zu "profanen" Kommunikationsmedien war
unaufhaltbar. Beispielsweise wurde aus dem religiösen Tanz der
Schautanz oder der Gesellschaftstanz. Auch an einer Entwicklung vom
Opferritual bis hin zum Theater führte kein Weg vorbei.
Ablöse Der
dritte Abschnitt verfolgte weiter das Ziel einer unaufhaltsamen
Entwicklung. Aus dem Zauberer und politischen Berater wurde der
Hofnarr, aus dem antiken Lehrer der scholastisch-universitäre Magister.
Nur der keltische Druide vereinte noch die klassische Form des
Mensch-Mediums in einer Figur. Er fungiert nach wie vor als Priester,
Seher, Politiker, Dichter, Richter, Lehrer und Heilkundiger in einem.
Bereits das Glasfenster als modernere Variante des Mediums Wand war ein
erster Hinweis auf den Bedeutungszuwachs der Schreibmedien. Sie lösten
die Menschmedien langsam in ihrer behauptenden Stellung ab. Das
christliche Mittelalter dient als zeitliche Umrahmung für diese
Periode. Die immer wichtiger werdende Stellung der Schreibmedien zeigt
sich vor allem im Medium Buch, das in verschiedenen Teilbereichen
(Klöster, Universitäten) zum wichtigsten Speichermedium avancierte.
Medien dienten immer mehr der Völkerverständigung und dem Austausch,
die Welt wuchs zusammen.
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Letzte Aktualisierung ( Wednesday, 28 September 2005 )
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