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Hand in Hand mit der Medialisierung unserer Lebenswelten haben sich die Aufgabenbereiche der Medienpädagogik erheblich erweitert. Es geht nicht nur um Fragen nach dem optimalen Einsatz von Bildungstechnologien, der Wirkung medialer Gewaltdarstellungen oder der Entwicklung sozialer Verantwortung angesichts des zeitintensiven Konsums von Medienangeboten. Heute kommen Fragen hinzu nach
den Konsequenzen der massenhaften Verbreitung trivialer Medienangebote und nach neuen Formen differenzierter Mediennutzung, den pädagogischen Konsequenzen der Wissenskluft–Forschung, den Formen der gelingenden Verknüpfung des emotionalen und sozialen Lernens mit informationstechnischer Bildung , den Veränderungen der Lern– und Kommunikationsverhältnisse mit den aktuellen Prozessen der Individualisierung und der Globalisierung, der Bedeutung geschlechtsspezifischer Umgangsformen mit Medien und diesbezüglichen Veränderungsdynamiken, der Verortung von Lese-, Schreib- und Bildkompetenzen in umfassenderen Medienkompetenz-Konzepten (vgl. Hug 2002, S. 193 f).
Diese und viele andere Fragen fallen zumindest anteilig in die Zuständigkeit der Medienpädagogik. Sie werden aus unterschiedlicher Perspektive und unter Berücksichtigung praktischer oder theoretischer Ansprüche bearbeitet. Dabei rücken je nach Zielsetzung verschiedene Bereiche in den Vordergrund: Medienerziehung, Medienbildung, Mediensozialisation, Mediendidaktik, Medienkritik, Medienkunde oder Medienforschung.
In den letzten Jahren häuften sich Aktivitäten mit „e-Charakter“: eLearning, eTeaching, eTutoring, eCoaching, eModerating, eEducation sowie „blended learning“, „game based learning“, „mobile learning“ oder „microlearning“. Der „eHype“ lässt gegenwärtig nach. Die zentralen Fragen nach der Modellierung und Beförderung von Medienkompetenz bleiben. Quellen: Hug, Theo (2002): Medienpädagogik – Begriffe, Konzeptionen, Perspektiven. In: Rusch, Gebhard (Hg.): Einführung in die Medienwissenschaft. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag, S. 189-207.
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